Physikalische Therapieformen

Ultraschalltherapie

Die Ultraschalltherapie ist ein medizinisches Verfahren zur Beschleunigung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen. Sie wird bei Erkrankungen des Bewegungsapparates angewendet und findet vor allen Dingen bei Sehnenentzündungen und Arthritis ihren Einsatz.

Durch Umwandlung von mechanischer Energie, besonders an den Grenzschichten der Gewebe entsteht Wärme. Es kommt zur Verbesserung der Durchlässigkeit und damit zu besserer positiver Stimulation an den Zellmembranen. Folge dieses Prozesses ist die Durchblutungs- und Stoffwechselsteigerung. Von allen therapeutischen Verfahren in der Elektrotherapie hat der Ultraschall größte Erfolge in der Schmerzlinderung.

Elektrotherapie

Elektrotherapie ist die Bezeichnung für therapeutische Anwendungen von elektrischem Strom in der Medizin zur Behandlung, Nachbehandlung und Rehabilitation von Krankheiten und Verletzungen mit individuell eingestellten Stromstärken und Frequenzen. Es kommt zur Erhöhung der Durchblutung, Aktivierung des Stoffwechsel und je nach Art der Anwendung auch zur Tonisierung oder Detonisierung des Gewebes.

Therapeutische Wirkung und Ziele der Elektrotherapie sind die Schmerzlinderung, die Durchblutungsförderung, die Abschwellung des Gewebes und die Regulation der Muskelspannung.


Wärmeanwendung

Wie wirkt Wärme?

Grundlage der Thermotherapie (Wärmetherapie) ist, dass sich die Blutgefäße bei Wärmezufuhr weiten und somit die Durchblutung gefördert wird. So entspannen sich die Muskeln und die Nervenbahnen werden entlastet. Durch Wärmezufuhr wird außerdem die Produktion von Streßhormonen reguliert und der Zellstoffwechsel angeregt.

Kälteanwendung

Wie wirkt Kälte?

Die Kryotherapie (Kältetherapie) nutzt die Tatsache, dass sich Blutgefäße bei Kältereizen zusammenziehen, die Muskeln angespannt werden, der Flüssigkeitsaustritt aus Blut- und Lymphgefäßen verringert und die Haut schwächer durchblutet wird. Durch eine verringerte Körpertemperatur wird die Aktivität der Entzündungsmediatoren gehemmt. Da die Reflexe des Nervensystems bei Kälte generell herabgesetzt sind, nimmt auch die Schmerzempfindung unter der Haut, beispielsweise in den Gelenken und Muskeln, ab. Lang andauernde Kältereize vermindern die Muskelaktivität, die Muskelspannung wird gesenkt und Verkrampfungen werden aufgelockert.